Brasilien - Eine Partnerschaft, die verbindet!

Hintergrund

Seit 2012 pflegt die KLJB im Bistum Münster eine Freundschaft zum Projekt der CPT, der Pastoralkommission der Bischofskonferenz in Brasilien. Dieses Projekt besteht über den Aktionskreis Pater Beda, mit welchem ein ständiger Austausch stattfindet.

Das Projekt unterstützt die Kleinbauern im Nordosten Brasiliens, Land zu erhalten, Siedlungen aufzubauen, solidarisch miteinander zu leben, und sich zu vernetzen. Bildung als Schlüssel des Projektes. Die KLJB im Bistum Münster hat beim Aufbau des Bildungszentrums der CPT mit angepackt. Hier geht es um Netzwerke, Anbaustrukturen, Wertschöpfungskreisläufe und Gesundheit. Mit dem Projekt werden ca. 1600 Kleinbauern unterstützt.

Durch die schon länger bestehende Partnerschaft und Freundschaft mit der KLJB entstand nun die Idee, eine eigene Jugendorganisation innerhalb der CPT Cajazeiras aufzubauen. Diesen Weg geht die KLJB Münster nur zu gerne mit und ist dabei.

Auf dieser Seite kannst du die Erfahrungen und Erlebnisse der zwölf Reisenden aus 2022 mitverfolgen, als wärest du Teil dieser Gruppe. Und vielleicht regt es dich auch an, einmal selbst mit nach Brasilien zu kommen, oder im nächsten Jahr den Kontakt zu suchen, wenn die Brasilianer uns besuchen. Und für alle, die schon mal mit waren, ist es eine schöne Festigung der Freundschaft.

Boa viagem!!

Reisetagebuch 2022

05.11.2022, Samstag, Anreise im Sprint (Wo kein Schnee liegt, kann gelaufen werden)

Ola aus Cajazeiras!

Nach 26 Stunden Anreisezeit sind wir am Samstag um 10:30 Uhr brasilianischer Zeit in Juazeiro do Norte gelandet.

Mit Umstieg und einem Sprint durch den Flughafen von São Paulo ging es mit dem zweiten Flug von São Paulo nach Juazeiro do Norte.

Nach der finalen Landung wurden wir von Cecilia, pretinio und Hélio herzlich in Empfang genommen.

Von dort aus ging es, das Gepäck gut verstaut ;-), zum Projekt von Hélio und seiner Frau „Nosso Lar“. Dort leiten sie ein riesiges Zentrum für Kinder, in welchem jeden Tag bis zu 150 Kinder nach der Schule betreut und gefördert werden und zwei Mahlzeiten erhalten.

Dort wurden wir von einigen Kindern und Mitarbeiter*innen herzlich begrüßt. Nach einem spielerischen Kennenlernen durften wir dann gemeinsam unsere erste brasilianische Mahlzeit probieren, die uns allen sehr geschmeckt hat! Es gab Reis, Nudeln, Soße mit Bohnen, frischen Salat und regionales Obst.

Nach dem Mittagessen zeigte uns Hélio ein weiteren Teil seines Projektes. Einen Gemeinschaftsgarten, in dem die Familien der betreuten Kinder die Möglichkeit haben, Obst und Gemüse anzubauen, zu ernten und entweder für den Eigenbedarf zu nutzen oder durch den Verkauf Geld zu erwirtschaften. Die Mitarbeiter*innen benennen den Gemeinschaftsgarten als Treffpunkt zum gemeinsamen Arbeiten und für gemeinsame Gespräche.

Anschließend haben wir uns noch gemeinsam den Aussichtspunkt „Colina do Horto“ angeschaut.

Danach ging es zu unserer Unterkunft in die CPT nach Cazajeiras, wo wir von Cleides empfangen wurden und nach ca. 35 Stunden unterwegs unser Zimmer bezogen. Dann gab es noch eine gemütliche Runde mit einem Bier.

Wir sind alle ganz schön müde und blicken freudig und aufgeregt auf die nächsten Tage :-)

06.11.2022, Sonntag, Der erste Morgen in der CPT, gut durchgeschüttelt und ganz viel Regen

Besuch in der ersten Siedlung

Für die, die einen leichten Schlaf hatten, war der Morgen um 5:00 Uhr vorbei, da die Sonne beim aufgehen schon so hell scheint, wie bei uns in Deutschland zur mittags Zeit.

Durch die Fenster ohne Gardinen, singende Vögel und bellende Hunde, wurden die ohne Schlafmasken und Ohropax, schon sehr früh „zärtlich“ geweckt.

Unser erstes gemeinsames Frühstück um 07:30 Uhr fing mit einem Gebet von Cleides (Leiter der CPT) an. Zum herzhaften Frühstück mit Ei, frischen Gemüse und Brötchen gab es Kaffee und einen süßen Tamarindesaft. (Schmeckt sehr lecker und ist bestimmt gesund)

Als Willkommensgruß und einer Art Taufe der CPT hat jeder von uns eine Capie geschenkt bekommen, die wir in den nächsten Tagen bestimmt gut gebrauchen können.

Auf dem Weg zur Siedlung haben wir bei der Bank angehalten um uns mit dem nötigen Kleingeld auszustatten. Nach ersten Schwierigkeiten ist jeder zu seinem Taschengeld gekommen.

Der weitere Weg gestaltete sich nicht so einfach wie man es in Deutschland vielleicht gewohnt ist. Mit maximal Geschwindigkeiten von 80km/h wurden wir auf den Straßen und Wegen ordentlich durchgeschüttelt.

Beim Gemeindehaus der Siedlung Acaua angekommen, wurden wir wieder herzlich von den Brasilianern begrüßt. Barfuß auf heiligen Boden bekamen wir unser Gastgeschenk (selbstgemachten Honig) überreicht.

Gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Ort sind wir zum baden zum Rio Piranhas gefahren. Dies ist ein Kanal der das Wasser vom Süden bis zum Nordosten bringt. Auf dem Weg dahin haben wir uns kurz vorher eine alte Kirche angeschaut.

Dadurch, dass die Straße nicht über den Fluss geht, sondern der Fluss über die Straße konnten wir ein entspannten Vormittag am „Wasserfall“ verbringen.

Gegen Mittag gab es direkt am Wasser das typisch brasilianische Mittagessen, welches aus Reis mit Bohnen, Couscous und Hähnchen besteht.

Nicht ganz so gesetzestreu war für einige die Rückfahrt zur Siedlung. Mit 15 Leuten auf der Ladefläche eines PickUps ist für Brasilianer vielleicht „normal“, aber für uns doch etwas abenteuerlich.

Beim gemeinsamen Austausch auf der Veranda von Cleides Schwester, haben wir das geplante Programm vorgestellt bekommen (ihr dürft gespannt sein) und näheres zur CPT in Brasilien erfahren. Ähnlich wie bei der Landjugend zu Hause liegt der Schwerpunkt auf der Gemeinschaft.

Cleides Schwester Socorro ist Teil der Frauenbewegung „Delicias“ im Ort, die gemeinsam mit 10 Frauen Kekse und Kuchen backen und verkaufen um die Frauen zu unterstützen und unabhängiger zu machen. Die herzhaften Gebäcks mit Sesam und Oregano konnten wir gemeinsam mit dem süßen Saft (Mango, Acerola, Tamarinde) probieren. Da es zwischendurch immer wieder stark geregnet hat, saßen wir nach dem Besuch der Frauengemeinschaft wieder bei Socorro auf der Terasse und haben Spiele gespielt.

Bei Regen und Gewitter bleiben die Brasilianer lieber bei sich zu Hause, so haben wir das Abendessen alleine im Gemeindehaus verbracht, bevor wir die 1 1/2 stündige Rückfahrt nach Cajazeiras angetreten haben.

Gut durchgeschüttelt und ziemlich müde haben wir in der CPT noch ein paar Bier getrunken und die mitgebrachten Kekse der Frauengemeinschaft gegessen.

Ausgestattet mit Ohropax und Schlafmasken geht’s in die nächste Nacht, die hoffentlich nicht so früh endet :)

07.11.2022, Montag, Die 5-Sterneköche

Wir kochen in der CPT

Um 7:30 Uhr starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück in den Tag.

Nach einer 10 minütigen Autofahrt sind wir um 9:00 Uhr an der Universität Instituto Federal Paraiba Campus Cajazeiras angekommen.

Dort haben wir uns mehrere Vorträge zu den Projekten der Uni angehört. Diese gingen unter anderem um die Infrastruktur im Verkehr, Entwicklung des Medizingartens in der CPT (Fotos in der Galerie) und Sportprojekte. Die Uni bietet Sportkurse für die Kinder auf der Straße an, die sich sowas sonst nicht leisten könnten.

Guido und Bernd haben den Studenten auch unsere Projekte in der KLJB vorgestellt.

Dann ging es mit dem Bus wieder Richtung CPT, in der auf uns schon ein ausgewogenes Mittagessen gewartet hat.

Nach einer einstündigen Siesta haben wir gegen 15 Uhr einen brasilianischen Kochkurs belegt. Wir wurden in 2er Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hat mit einer Frau aus der CPT ein typisch brasilianisches Gericht zubereitet.

Auch hier darf in Brasilien der Spaß nicht fehlen, in der Küche wurde viel gelacht und getanzt zu deutschen Schlager.

Nach der Zubereitung haben wir das gekochte dann gemeinsam verspeist.

Anschließend saßen wir in gemütlicher Runde mit Bier, Caipirinha, und Gesellschaftsspielen und haben den Abend ausklingen lassen.

Abends hatten wir Besuch im Badezimmer von Kröten, die uns eine gute Nacht gewünscht haben.

08.11.2022, Dienstag, Einmal durch die Berge und zurück

Eine Fahrt durch die Berge und unsere Übernachtung bei den Familien

Frisch gestärkt mit traditionellem Saora-Brot (gibt es nur in Cajazeiras), selbstgemachten Mangosäften und Süßkartoffeln, haben wir uns heute Morgen auf den Weg gemacht.

Mit dem Bulli und brasilianischer Musik sind wir in Richtung São Francisco gefahren und mussten auf den letzten abenteuerlichen Metern auf den Pick-Up umsteigen. Schlamm, starke Steigung und unbefestigte Wege haben sogar dem Pick-Up zu schaffen gemacht, sodass wir nur zu Fuß ans Ziel gekommen sind.

Das Dorf hat uns mit einem reichhaltigen Mittagsbuffet, örtlichen Spezialitäten und exotischen Früchten begrüßt- siehe Galerie ;)

Nach abgehaltener Siesta ging es für alle in die historische Kapelle zur Feier des Gottesdienstes auf die Spitze des Berges.
Dort haben wir mit deutsch- portugiesischen Gesängen gefeiert.

Anschließend ging es den Berg mit Pick-Up über Stock und Stein wieder in die Siedlung. Adrenalin - on Point!

Von dort fuhren wir nach Acauã um dort in verschiedenen Gastfamilien des Ortes zu übernachten. Diese und weitere Bewohner des Dorfes warteten bereits auf Pastor Bernd, der eine Messe gefeiert hat. Heiligen Schein für heute mal richtig aufgefrischt ????

Geschafft von einem ereignisreichen Tag, durften wir interessante Begegnungen in den Familien machen und gespannt auf einen neuen Tag einschlafen....

09.11.2022, Mittwoch, 14 Hobbychirurgen in der Tierklinik

und Cocktails in netter Umgebung

Nachdem wir von dem Krähen der Hähne und dem Gebelle der Hunde in den Gastfamilien aufwachten und gefrühstückt hatten, folgte um 8 Uhr das große Wiedersehen unserer Reisegruppe (nach einer Nacht getrennt). Schnell noch ein Abschiedsfoto und auf ging’s zur Universität (IFPB).
Alle sprudelten nur so vor gewonnenen Eindrücken, welche wir auf Fahrt austauschten.
An der Universität, die wir anfuhren, wird Tiermedizin studiert.
Hier durften wir uns zwei Vorträge anhören.
Die Studierenden lernen hier vieles über die Gesundheit bzw. Erkrankungen, die Wichtigkeit der Ernährung, zum Beispiel für die optimale Vermehrung der Tiere und vieles mehr.
Anschließend begaben wir uns auf die Erkundung der anliegenden Tierarztpraxis, in der die Studierenden ihren praktischen Teil des Studiums nachgingen (1-4 Semester Theorie, 4-10 Semester hinzukommen praktischer Teil).
Hier wurde uns jeder Raum gezeigt und erklärt, auch von einem operativer Eingriff konnten wir einen Blick erhaschen.
Demnach ging es zu einem Restaurant am Rio Piranhaus, wo neben einem gefüllt Tisch wir einen wunderschönen Ausblick genoßen.
Unsere Ernährung setzt sich hier aus Kartoffeln, Reis, Nudeln, Pommes, Fisch und Fleisch und einem Hauch von Salat zusammen (*ja sehr ausgewogen* :D )
Es folgte eine kleine Abkühlung im Stausee, wonach wir die Plantagen in Joasero anfuhren. Dort wurden wir herzlich empfangen und durch mehrere Plantagen geführt. Verschiedenste Obstsorten werde dort angebaut, wie Mango, Limetten, Cashey und vieles mehr. Anschließend nahmen wir zusammen mit den Familien einige Kaltgetränke zu uns, unteranderem auch Petú in einer Melone. Es kahm zu einer ausgelassenen Stimmung und es wurde das erste mal Foroo getanzt. Nach einem reichhaltigen Abendessen in der Siedlung folgte als Abschluss erst die Aufführung eines einheimischen Tanzes und im Anschluss schauten wir gemeinsam einen Film. Nach einem langen und sehr schönen Abend fielen wir alle ins Bett und träumten von den folgenden Tagen.

10.11.2022, Donnerstag, Gartenarbeit mit fröhlich frischem Ausklang

Der Blick hinter den Wasserfall

Guten Morgen aus Cajazeiras!

Nach einer kurzen Nacht haben wir heute wieder um 7:30 Uhr mit einem reichhaltigen Frühstück in der CPT in Cajazeira gestartet.

Danach ging es für uns nach Pau al Valdecy Santiago. Gemeinsam mit einer Gruppe Studenten wurde uns von einem dortigen Landwirt und einem Architekten die Mischkultur auf dem Feld erklärt. Das Projekt zwischen dem Landwirt und der Universität besteht seit ca. 2 Jahren auf diesem Feld.

Dort wachsen unter anderem Kokospalmen, Acerolabäume, Auberginen, Limetten und Bananen.

Nach der ersten Erklärung durften wir dann gemeinsam mit anpacken und die Palmen und Acerolabäume zurückschneiden. Dabei war es ratsam vorher noch einmal die Sonnencreme zu nutzen.

Als Belohnung durften wir uns dann noch frische Limetten für unsere zukünftigen Getränke pflücken.

Beim anschließenden Mittagessen bei der Familie des Landwirtes wurden natürlich wieder reichlich brasilianische Gerichte aufgetischt.

Gut gestärkt ging es nach getaner Arbeit dann zum erfrischenden Teil des Tages über. An einem Stausee in der Nähe der Siedlung konnten wir uns im kühlen Wasser erfrischen. Einige von uns genossen ein kaltes Getränk im Wasser und die anderen bestaunten einen Wasserfall in der Nähe. Daran war das Highlight, dass wir mit etwas sportlichen Geschick auch hinter den Wasserfall klettern konnten. So ein Abkühlung hätten wir gerne jeden Nachmittag :-) zur Info, heute waren es um die 35 Grad ☀️

Gut gestärkt mit Sonne ging es hungrig zum Abendessen. Wir waren auf dem Hof von Socorro und Ailton eingeladen und es gab Lasagne in drei verschiedenen Varianten (Schweinefleisch, Hähnchen und Soja). Außerdem haben wir eine Hofführung bekommen und die eigene Biogasanlage kennengelernt.

Den Abend ließen wir mit einem Besuch auf Expo in Cajazeiras ausklingen.

Tschüss und bis morgen! :-)

11.11.2022, Freitag, 2,5 Schubkarren Sand, 1 Schubkarre Schotter, 50kg Zement

Wer will fleißige Handwerker sehen?!

Nach den Anstrengungen der vergangenen Tage durften wir etwas länger schlafen und saßen erst um 8:30 zusammen mit den Kleinbauern der Siedlungen und den Bauingenieurstudenten des IFPB am Frühstückstisch.

An diesem Morgen wurde uns das neue Vermarktungskonzept der Kleinbauern präsentiert. Gegen einen monatlichen Fixpreis liefern die Kleinbauern ihre regionalen Bioprodukte einmal wöchentlich zur CPT, wo die Kunden ihre Lebensmittelpakete abholen. Dies bringt den Kleinbauern ein besser planbares Einkommen im Vergleich zum Marktstand und bringt Stadt und Land näher zusammen.

Gut gestärkt begaben wir uns zu unserem Projekt für den Tag: Das betonieren des Bürgersteigs hinter der CPT und das Verputzen einer Wand.
Bei 34°C Außentemperatur und senkrecht brennender Sonne mischten wir mit Schaufel, Hacke, Schlagermusik und Sicherheits-Adiletten ausgestattet Beton und Mörtel auf der Straße. Bei bester Stimmung verging die Zeit wie im Flug und würde nur von einem reichhaltigen Mittagessen und einer Wassermelonen- und Mangopause unterbrochen. Nach Fertigstellung unseres Tagewerks fühlten wir uns unter der wohlverdienten Dusche wie im siebten Himmel.

Nachdem Zement und Schweiß abgewaschen waren ging es zum Pizzaessen in die Stadt. Den Abend ließen wir erneut mit Caipirinhas aus den selbstgeernteten Limetten und handverlesenen Maracujas ausklingen und feierten in den Geburtstag von Cleides hinein. Feliz aniversário!

12.11.2022, Samstag, Voll in der Pampa

Morgens im Pool mit Aussicht und abends Platzregen

Nachdem wir in den neuen Tag gut reingefeiert haben, gab es kurz vor dem schlafen gehen eine Runde Rührei und die erste Forro-Tanzstunde für einige mutige.

Morgens um 08:00 Uhr trafen wir uns an den Beeten, wo die Heilpraktiker über die Projekte und die Arbeit mit den Pflanzen erzählten.
So wie jeden Morgen gab es danach ein gemeinsames Frühstück.

Um 09:30 Uhr heulte der Motor unseres Bullis auf und zusammen mit Cleides Familie und Freunden aus der CPT sind wir zu einem Hotel/Restaurant in die Bergen gefahren. Von dort aus hatte man einen weiten Blick über den Bundestaat Paraiba.

Auf dem Weg dorthin haben wir uns eine neue Staumauer angeguckt. Sie ist Teil des Wasserkanals, welcher das Wasser vom Süden in den Norden bringt. Ein wichtiges Projekt für die Bürger im Norden, die ohne diesen Kanal keinen Zugang zu Wasser hätten. In Teilen des Kanals waren wir am Sonntag und am Donnerstag schon schwimmen.

Weit weg von jeglicher Zivilisation (also richtig in der Pampa) bei 32grad, gutem Essen, kaltem Bier und kalter Cola haben wir einen entspannten Tag verbracht.
Bei den Straßen die zum Hotel führen, würde man nicht denken, dass man am Ende eine solche Idylle vorfinden kann.

Nach einer kurzen Abkühlung im Pool des Hotels mit etwas Poolgymnastic zur Verdauung und anschließendem ausruhen in den Hängematten haben wir gegen 16:30 den Heimweg angetreten.
Spontan hat unser Busfahrer den Plan geändert und uns sein eigenes „Freizeit-Domiziel“ gezeigt. Ein altes Schwimmbad, welches viel Potenzial zur Partylocation hat.

Zurück in der CPT haben wir uns ausgehfertig gemacht. Mit unserem Bulli sind wir dann zu einem Imbiss gefahren, wo es Hot Dogs und Hamburger gab. Nach einer Wartezeit, entsprechend der brasilianischen Gelassenheit die jeden Deutschen in den Wahnsinn treibt, haben die ersten ihr Essen in einer Plastiktüte serviert bekommen. (Hört sich schlimmer an als es ist). Kurz vor einem tropischen Regenschauer hatten dann alle ihr Essen auf und sind einigermaßen trocken wieder eingestiegen.
Weiter ging es zu einem Açai Laden. Dort gibt es, das auch in Deutschland bekannte Superfood, in Eisform mit leckeren Toppings.

Weil der Regen so stark war sind zwei von uns danach zurück in die CPT gefahren und haben unsere Sachen vor dem ertrinken gerettet. Für die anderen ging es weiter zu einer „Open Air Location“. Nur durch ein Wellblechdach vor dem Regen geschützt, haben die Brasilianer alles gegeben um uns einen 20ziger Tisch in der vollen Bar zusammen zu stellen. Bei Bier und lauter Live Musik haben wir uns unter Polizeischutz das brasilianische Nachtleben zeigen lassen.

Da einige noch etwas groggi waren, haben sie den Rücktritt angetreten und in der CTP entspannt ein paar Spiele gespielt. Die die dageblieben sind, konnten unseren neuen Tanzstar Corinna auf der Bühne bewundern.

Nach einer Woche voller Erfahrungen und Erlebnisse freuen wir uns auf die nächsten zwei Wochen :)

An die Mamas: uns gehts gut
An die Papas: wir kommen klar

13.11.2022, Sonntag, Ruhiger Tag in der CPT Cajazeiras

Rundgang durch die CPT

Hallo Zusammen,

unser heutiger Tag war sehr ruhig. Nach dem ganzen Programm der letzten Tage hatten wir heute etwas Zeit als Gruppe in der CPT. Dazu bietet die CPT verschiedene Rückzugsmöglichkeiten. Es gibt verschiedene Ecken zum Ausruhen, u.a. in den Hängematten. Wir haben heute mit den Menschen der CPT gemeinsam gegessen und Spiele gespielt. Ganz hoch im Rennen sind bei uns die Spiele Uno, Cabo, Skipbo und The Game. Herzliche Grüße und einen guten Start in die neue Woche :-)

14.11.2022, Montag, Im Schneckentempo vorwärts

Unterwegs zu neuen Orten

Vormittags packten wir unsere Sachen um uns für die nächsten Tage Richtung João Pessoa aufzumachen. Da auch ein Camping geplant ist, stapelten die Brasilianer Matratzen auf einem kleinen Anhänger und sorgten für die fachgerechte Ladungssicherung. Ob das die etwa 400 km lange Fahrt, die für den Tag geplant ist hält?
Während der Fahrt vertrieben wir uns die Zeit mit Uno Stadt-Land-Fluss und Hörbüchern. Zwischendurch haben wir immer wieder für eine Toilettenpause oder einen kleinen Snack angehalten. Nach 9,5 Stunden sind wir dann inklusive komplettem Anhänger in unserem Hotel in Solânea angekommen, das alle unsere Vorstellungen im negativen übertroffen hat...

15.11.2022, Dienstag, Zusammentreffen der unterschiedlichen CPT Gruppen

Singen und Tanzen verbindet

Der Morgen ist um 6 Uhr mit einem Frühstück im Hotel gestartet. Es gab zu unserer Überraschung sämtlichen Kuchen zum Frühstück.

Um 7:30 sind wir losgefahren zum Treffen der CPT Jugend nähe Nova Cruz. Als wir gegen 9:30 ankamen, ist das Treffen mit einer singenden Begrüßung gestartet.
Anschließend haben sich alle Gruppen in einem Song vorgestellt. Das von dem Siedlungssänger gesungen wurde. Danach folgte eine ausführliche Vorstellung. Zwischen den Vorstellungen wurde viel getanzt und gesungen. Nach dem Ganzen Tanzen und Singen gab es eine 2 Std Mittagspause mit einer großen Auswahl an Essen. Somit ist jeder fündig geworden.
Nach der Mittagspause sind wir in eine Gruppenarbeit übergegangen, wir wurden in insgesamt 3 Gruppen aufgeteilt, die sich reihum bewegt haben, so das jeder einmal bei jeder Station war. In der ersten Station ging es um das Thema, Einfluss der Politiker mit den Jugendlichen. In der 2. und 3. Stationen ging es um die Themen: Kultur und Landwirtschaft. Das war alles sehr Interessant.
Nach der Gruppenarbeit sind wir alle zu einem Großen Felsen gegangen, wo wir uns den Sonnenuntergang angeschaut haben und tolle Fotos entstanden sind. Es war einfach ein schöner Ort wo auch persönliche Gespräche unter den Brasilianern und uns entstanden sind Danach gab es eine Kleine Kartenspielrunde und eine Runde Mückenspray für alle.

So gegen 20 Uhr waren dann kulturelle Aufführung von Tänzen und Gesängen. Auch wir haben dort mitgemacht. Wir haben sämtliche Partytänze und den klassischen DiskoFox vorgeführt. Bei den haben die Brasilianer mit Freue mitgetanzt. Dieser Abend war mit offenem Ende.

Mit Singen und Tanzen kann man Inhalt und Spaß verbinden.

16.11.2022, Mittwoch, Ganz schön viel Dreck

Eine Prise Staub für jede*n

Einige von uns haben den sternenklaren Himmel beim schlafen beobachtet und wurden heute Morgen zart von der Sonne geweckt.
Auch ein kleiner Schauer von Nieselregen konnte uns nicht vertreiben.
Um 7:30 Uhr starteten wir gemeinsam mit allen Teilnehmern mit einem Frühstück in den Tag. Anschließend gab es eine Begrüßung wo unsere Corinna den Song „Wind of change“ von den Scorpions gemeinsam mit den Brasilianern performte.
9:30 Uhr starteten wir mit einer Besichtigung eines agrarökologischen landwirtschaftlichen Betrieb in der dazugehörigen Siedlung.
Nachdem wir wieder im Camp angekommen waren haben wir in Kleingruppen die Vor- und Nachteile eines Treffens wie dieses ausgearbeitet und vorgestellt.
Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen trennten sich unsere Wege.

Um 13:30 Uhr sind wir mit einem vollgepackten Bulli weiter gefahren. Wir quartieren uns heute bei einem Mitglied der örtlichen CPT ein.
Hier freuten wir uns auf eine wohlverdiente Dusche.
Nach 1,5 Tage ohne Internet haben wir alle mit unseren Familien telefoniert.
Den Abend lassen wir jetzt noch mit Bier und Gesellschaftsspielen ganz gemütlich ausklingen.

17.11.2022, Donnerstag, Weiterfahrt nach Arara

Zwischenstopp mit kurzer Wanderung

Um 7:30Uhr krümmelten sich alle aus ihren Schlafplatzen, wir kamen wieder zusammen und starteten mit einem guten Frühstück in den Tag.
Mit der brasilianischen Stunde Verspätung ging es mit dem Bulli und unserem “kleinen Anhänger” wieder auf Reisen.

Wir fuhren nach Araruna und bestiegen den Pedra da Boca, welches ein Berg ist der unter anderem auch für Gottesdienste genutzt wird.

Anschließend ging es zum Restaurant
Flor de Cacto. Dies lag direkt an einem Stausee und bot uns somit eine sehr schön Aussicht. Wir wurden mal wieder mit reichlich Essen und Getränken versorgt und demnach hat uns das Familienoberhaupt von der Entwicklung und Entstehung seiner Siedlung erzählt. Dabei ging es um Höhen und Tiefen, wie zum Beispiel um eine 11-jährige Dürre. Bedeutet, dass sie in diesen Jahren nur in einem Monat mit Regenwasser versorgt wurden und sich dieses dann für die restlichen Monate aufteilen mussten.

Danach machten wir uns auf den Weg zu unserem neuen Ziel: das Netzwerktreffen Solevida in Santuario Padre Ibiapina. Dort treffen sich 25 verschiedene Organisationen aus Brasilien. Nach unserer Ankunft aßen wir zusammen und ließen den Abend mit einer Runde Cabo ausklingen.

Wir freuen uns auf den Austausch in den nächsten Tagen.

18.11.2022, Freitag, Netzwerktreffen Rede SoliVida zum Thema Menschenrechte

Mensch ist Mensch und jede*r hat Rechte

Heute Morgen gab es um 7:30 leckes Frühstück. Um 8:30 ging das Treffen los und es begann mit einer Ansprache und einem Gebet vor der Kapelle. Danach sind wir alle in den großen Raum gegangen, wo der Einstieg ins Thema mit einem Film über Menschenrechte begann. Dort haben wir einiges über das Thema erfahren z.B es gibt nicht nur Naturelle Menschenrechte (Grundrechte), sondern es ist viel mehr. Es sind insgesamt 30 Rechte. Einige Formen der Gewalt in Brasilien sind: Soziale Gewalt, Familien Gewalt, Gender Gewalt, Staatsgewalt, kulturelle Gewalt. Großes Problem in Brasilien ist: Die Unterdrückung von Minderheiten, Ärmeren Menschen und auffällige Gruppen: Verstärkt durch Nicht-Wahrheiten die im Umlauf sind.

Nach dem langen und interessanten Vortrag wurden 4 Gruppen gebildet, die unterschiedliche Themen besprechen. Wir hatten das Thema: Häusliche Gewalt gegen Frauen. Wir stellen uns hier die Frage: Welches Frauenbild steht dahinter? Zusätzlich haben wir noch einige Aspekt der Prävention angesprochen.
Anschließend gab es dann Mittagessen und eine
1 1/2 Std Mittagspause.

Am Nachmittag haben wir ein Interview Video gedreht , dieser wird zusammengeschnitten für den Adventskalender der Redesolivida. Um 16 Uhr gab es dann einmal kleiner Snack zum Nachmittag. Anschließend haben wir uns dann eine Zusammenfassung der Gruppenarbeiten der Brasilianer angehört. Um 18. Uhr gab es dann Abendessen. Am späten Abend gab es für uns noch eine Live Band, die war sehr gut.

19.11.2022, Samstag, Tagesausflug

Ein Tag in Areia

Zusammen mit dem Kater durften wir heute in den Tag starten. Areia, eine kleine Stadt in der Nähe, bot uns heute einige touristische Attraktionen. Neben der Besichtigung einer Kirche im Barrock-Stil, dem ersten örtlichen Theater sowie einem weiteren historischen Gebäude, haben wir in Kleingruppen die Stadt auf eigene Faust erkundet. Mit Souvenirs, Fotos und Mitbringsel im Gepäck haben wir uns zum Mittagessen wiedergetroffen und gemeinsam die "Bohnen, Reis und Couscous Alternative" Burger genossen.
Zum Nachtisch haben wir in der örtlichen Eisdiele regionale Geschmacksrichtungen getestet. Hoch im Kurs waren hierbei Mousse de Maracuja und Acai-Banane.????

Unser Fahrer und Pretinjo (unser Aufpasser) haben uns bereits am Bulli erwartet, damit wir pünktlich die Rückfahrt zur Unterkunft antreten konnten. Auf dem halben Weg mussten wir umdrehen, da Pretinjo sein Handy vergessen hatte. Glücklicherweise haben es zwei nette Damen gefunden und ihn bereits erwartet.
Den Tag haben wir in gemütlicher Runde mit Gesellschaftsspiele ausklingen lassen.

20.11.2022, Sonntag, Weihnachten am Strand

Strand im Po

Heute morgen mussten wir mal früher aufstehen, denn um 7 Uhr fand ein Gottesdienst zum Abschluss des Netzwerkstreffens Solevida statt.
Nach dem Frühstück ging es für uns um 9:40 Uhr mit dem Bus los.
Während der Fahrt brachten wir uns schon in vorweihnachtliche Stimmung, wobei das Lied „Last Christmas“ nicht fehlen durfte.
Um 13 Uhr sind wir an einem Strand in dem Ort Barra do Camaratuba angekommen. Hier haben wir den Nachmittag am und im Wasser verbracht, lecker gegessen und natürlich durften Cocktails nicht fehlen.
Gegen 17 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zu unserer heutigen Übernachtungsstätte.
Hier wartete schon ein Abendessen auf uns.
Wir übernachten heute in einem Indianerdorf Namens Tramataia. Hier leben ca. 1500 Indianer.
Insgesamt gibt es 32 Indianersiedlungen in Brasilien. Jede Siedlung hat ihren eigenen „Chef“.
Bei einem Lagerfeuer wurden uns die Geschichte und Gebräuche der örtlichen Indianer näher gebracht.
Anschließend durften wir gemeinsam mit dem Indianern um das Feuer tanzen. Jetzt freuen wir uns auf eine Dusche, damit wir uns den ganzen Sand von der Haut spülen können.

21.11.2022, Montag, eine Bootsfahrt die ist lustig

Ausnahmsweise mal im Zeitplan geblieben

6:30 Frühstück
7:30 Abfahrt

Der Morgen began heute mal etwas früher da auf dem Plan eine Bootstour stand.
Zum Frühstück gab es sehr viel frisches Obst, Puddingbrötchen und Tapioka mit Käse und Kokos gefühlt.
Mit dem Bus fuhren wir bis zur Anlegestelle. Aufgeteilt auf 2 kleine Nussschalen fuhren wir durch die Mangroven von Tamatahia. Bei einigen Zwischenstopps konnten wir Muscheln angeln, frische Austern direkt vom Stamm der Mangroven probieren und die Natur bewundern.
Nach einem schönen Aussichtspunkt mit Schaukel sind wir weiter gefahren zu einem Korallenriff. Bei vielen Seeigeln und scharfen Steinen musste man aufpassen wo man hintritt.
Zwischendurch konnten wir uns ein bisschen im Atlantik abkühlen.

Zum Mittagessen haben wir am Strand angelegt und sind in ein kleines Restaurant gegangen.
Um die Wartezeit nach dem bestellen gut zu nutzen -wir wissen ja mittlerweile wie lange das dauern kann- haben wir im Wasser geplanscht und uns gebräunt (oder auch gerötet).

Als Vorspeise konnten wir ausprobieren wie man Krebse knackt und isst.
Der Hauptgang, wie konnte man es anders erwarten, bestand aus viel Fisch und den uns schon bekannten Manjiokwurzeln, diesmal wieder knackig frittiert.

Nach einem kleinen Wetterumschwung, der viel Wind und etwas Regen brachte, fuhren wir mit den Booten und viel Gischt im Gesicht zurück zum Ausgangspunkt.

Nach einer frischen Dusche und mal wieder ein paar Gruppenfotos ging es relativ „pünktlich“ Richtung Jeão Passau.

Natürlich mussten wir unseren heiß geliebten Anhänger mit den Matratzen noch einsammeln, ohne den fahren wir ja nirgendwo hin.
Pech für die Anhängerkupplung, die sich kurz vor dem Ziel zum Teil verabschiedet hat.
Mal gucken, wann sie zum 2. mal repariert wird.

Da es schon fast dunkel war, als wir uns zum Essen aufgemacht haben, konnten wir die Stadt erst im Dunkeln richtig begucken.

Nach einem Gute Nacht Calpi ging es zurück ins Hostel.

22.11.2022, Dienstag, Zurück nach Cajazeiras

Zum Ausgangspunkt zurück

Um 7 Uhr trafen wir uns alle für das gemeinsame Frühstück und machten uns anschließend auf den Weg zum Strand von João Pessoa.
Hier durchstöberten wir ein paar Geschäfte und genossen den Flair am Strand des östlichsten Punktes des Kontinents. Als es zu regnen begann, kehrten wir in eine BeachBar ein, nahmen das ein oder andere Getränk zu uns, begutachten mit Neugier das Armeisennest dort und wartet die Zeit ab, bis unser Bulli wieder Abfahrt bereit ist.

*kurzer Einschub: Wir sind seit Tagen mit Bulli und einem Anhänger, beladen mit Matratzen, unterwegs. Die Anhängerkupplung wirkte für uns generell etwas suspekt… Nach mehreren 100Kilometern bei der Fahrt, hielten wir plötzlich an, weil eine unterstützende Platte der Kupplung abfiel. Weshalb wir nun hier eine Werkstatt aufsuchen mussten.

Nach der brasilianischen 1,5h zeitlichen Fehlkalkulation, traten wir dann um 11:30Uhr unsere Fahrt nach Cajazeiras an. Gegen 21:30Uhr erreichten wir unser Ziel, wo wir bereits von vielen Brasilianer*innen erwartet wurden. Gemeinsam aßen wir, sangen nachträglich für Cleides zum Geburtstag und feierten in den Geburtstag von Marcelo rein. Wir genossen Torte, tanzten alle etwas und
danach gingen wir schlafen, um neue Energie für den morgigen Tag zu sammeln.

23.11.2022, Mittwoch, Abschied von der CPT

14 KLJBler*innen im Hängemattenfachgeschäft

Nachdem wir unsere letzte Nacht in Cajazeras verbracht und das letzte Frühstück verspeist hatten, ging es daran unsere Koffer zu packen.
Dann fuhren wir zu Cleides nach Hause um dort das erste Gruppenspiel der WM gemeinsam zu verfolgen. Wir wurden maßlos enttäuscht!
Unsere schlechte Laune konnten wir durch den Kauf der Hängematten unserer Träume wieder ins positive heben.
Beim Mittagessen wurden wir zum Nachtisch mit Marcelos Geburtstagstorte und Limettenparve verwöhnt.
Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde und Reflexion der vergangenen Wochen stand nun der tränenreiche Abschied von der CPT an :(
Nach einer zweieinhalb stündigen Fahrt haben uns Socorro und Hermano in Crato in ihrem Projekt Nova Vida herzlich in Empfang genommen.
Im Anschluss haben wir eine kleine Tanzstunde bekommen und haben das Projekthaus auf eigene Faust erkundet.
Um Energie für den kommenden Tag zu tanken ging es dann für alle früh ins Bett.

Donnerstag, 24.11.2022, Besuch der Einrichtung Nova Vida

„Alles wird besser werden, holen wir uns den Himmel auf Erden“

Wie jeden Tag begann unser letzter Tag vor der Abreise mit einem leckeren Frühstück. Nach dem Frühstück haben wir die Einrichtung Nova Vida mit allen Kindern, die dort zum Kindergarten/Vorschule gehen,besucht. Aufgebaut ist die Einrichtung wie eine kleine Schule, die Gruppen sind bis zu 20 Kinder und eingeteilt in Morgen- und Nachmittagsklassen. Nach der Besichtigung und Spielen mit den Kindern, haben wir eine kleine Bild Interpretation gemacht. Daraus hat sich eine Diskussion über die Probleme in Brasilien entwickelt, wie Brandrodung, Hunger, Trockenheit, Wasser Notstand und vor allem der Klimawandel. Anschließend haben wir Bilder ausgeschnitten und in die Straßen des Wohnviertels geklebt, um die Bevölkerung zum Nachdenken zu bringen. Bei unserm Rundgang sind wir an einem Fußballfeld vorbeigegangen, wo wir direkt mitgespielt haben. Nach dem Auspowern, gab es Mittagessen mit Live Band. Anschließend haben wir von dem Freizeitprogramm hier vor Ort eine kleine Tanzvorführung und Musik Vorstellung erhalten.
Mit einer Kleine Rundführung für das restliche Gebäude der Niva Vida, wurden uns noch Kunstförderung gezeigt, wo Kinder und Jugendliche Basteln und Handwerkern können.
In diesem Gebäude hat Rede Solivida Räumlichkeiten für Psychologie und Ärztliche Grundversorgung eingerichtet. Die Psychologie hat sich für Sexuelle Gewalt gegen Frauen spezialisiert. Allgemeinmediziner und Zahnarzt sind hier für Menschen, die sich diese nicht leisten können.

Nach einer 2 Std. Pause haben wir mit mit den Brasilianern das Fußballspiel Brasilien gegen Serbien geschaut . Brasilien hat natürlich gewonnen: 2:0. Anschließend haben wir viel getanzt und viele Brasilianische Tänze gelernt. Gegen 10 bis 11 Uhr waren alle auf dem Zimmer.

Freitag und Samstag, 25.11./ 26.11.2022, Rückreise

30 Stunden für den Nachhauseweg

Auf Wiedersehen!

Hiermit lest ihr unsere letzten Zeilen der Brasilientour! Nun sind die 3 Wochen auch schon um und wir sitzen im Zug von Frankfurt zurück in die Heimat (Der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremsen...). Wir hatten zwei angenehme Rückflüge (von Juazeiro do Norte nach São Paulo und von São Paulo nach Frankfurt) und freuen uns nun auf unsere Familien und Freunde.

Wir bringen einen Koffer voller spannender Erlebnisse, aufregender Erfahrungen und tollen Begegnungen mit nach Hause und freuen uns, euch dies persönlich und ausführlicher zu berichten.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Brasilianer*innen, die uns so herzlich in Empfang genommen und uns rund um gut versorgt haben! Danke für eure Gastfreundschaft und bis bald :-)

Ansprechperson für diesen Beitrag

Bernd Hante

KLJB-Diözesanpräses

Telefon: 0251-53913-15
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