Zu Besuch bei Freunden

Brasilien 2019 - Ein Reisebericht

Während ihrers Aufenthaltes hat die Reisegruppe einen Blog geführt, welcher fast täglich mit Inhalten gefüllt wurde. Zum Blog geht es hier entlang.


Vom 08.- 27. November 2019 war es wieder soweit. Eine Reisegruppe der KLJB Münster hat sich auf den Weg nach Brasilien gemacht. Sechs KLJBler*innen und Bernd Hante haben für knapp drei Wochen den Nord-Osten Brasiliens kennenlernen dürfen.

Nach Ankunft in Brasilien haben wir die ersten vier Tage im Bundesstaat Maranhao an einem Projekt der Universität Maranhao (UEMA) und der EMA mitgearbeitet, welches sich mit der Kultivierung der Sabia-Palma beschäftigt. Diese Palme soll dem Boden eine Vielzahl an Nährstoffen zurückführen, wodurch die Kleinbauern ihre Erträge steigern können.

Am letzten Tag in Sao Luis haben wir die Universität und einen Ökologischen Gemüsebetrieb besichtigt, welcher von der Aufzucht der Samen bis hin zum Verkauf alles selbstständig macht.

Von Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos ging es dann weiter nach Cajazeiras im Bundesstaat Paraiba ins Projekt der CPT.

Die CPT setzt sich für die Zukunft der Kleinbauern im ländlichen Raum ein, leistet Bildungsarbeit für vielfältige Lebensbereiche und ist mit ihrem Bildungshaus in Cajazeiras ein wichtiger Treffpunkt für Familien aus einem Umkreis von bis zu ca. 150 km. Für uns vermeintlich lange Distanzen sind für die Brasilianer kurz, trotz viel schlechterer Straßenverhältnisse, bei denen man für eine Strecke von 50 km auch mal 1,5 Stunden Fahrtzeit einplanen kann.

Der Austausch zwischen der CPT und der KLJB findet seit vielen Jahren statt. Hieraus ist eine Freundschaft gewachsen, die mit jeden Besuch der Brasilianer in Deutschland, bzw. der Deutschen in Brasilien weiter wächst und auch in Zukunft noch weiter wachsen soll.

In der CPT wurde während unseres Besuchs ein zweites Stockwerk auf eines der Häuser gebaut, in welchem weitere Gästezimmer entstehen sollen. Unsere Arbeit bestand hierfür vor allem im Mischen des Betons zum Mauern. Zunächst haben wir hierfür Sand gesiebt und dann von Hand mit Zement und Wasser angemischt.

Während unserer Zeit in Cajazeiras haben wir zudem ca. 50 Häuser gesegnet, welche in den letzten Jahren fertig gestellt wurden. Wir haben eine Vielzahl an Siedlungen besucht und neue Ideen zur Verbesserung der Situation der Kleinbauern kennengelernt. Hierzu gehören beispielsweise kleine Biogasanlagen oder Solarenergie, welche Wasser für den Gemüseanbau aus Stauseen befördert. Mit dem Nachtbus haben wir Joao Pessoa besucht, eine große Stadt an der Küste Paraibas. Dort haben wir uns mit zwei Oppositionspolitikern zum Austausch getroffen und die CPT vor Ort besucht.

Besonders beeindruckend war auch die Kindertageseinrichtung „NOSSOLAR“ in Joazeiro do Norte, welche Kindern aus häufig sehr einfachen Familienverhältnissen ein zweites Zuhause schenkt.

Ein Highlight unserer Zeit in Brasilien war sicherlich die Hochzeit von Deborah und Anderson und die damit verbundenen Übernachtungen in Familien der Siedlung Acuaua.

Wir wurden von allen sehr herzlich empfangen und aufgenommen und hatten ein tolle Zeit, die wir wohl nie mehr vergessen werden. Auch der letzte Tag und Abend bei der Familie von Joyce und Lucas war ein toller Abschluss für die schöne Zeit in Cajazeiras. Es war schön mit so vielen Menschen in Kontakt zu kommen, so viele verschiedene Familien kennenzulernen und das Land so sehr viel näher kennen zu lernen. Vielen Dank besonders an Cleides und all unsere Freunde der CPT Cajazeiras für eure Mühen und das tolle Programm! Die gemeinsamen UNO Abende bei Bier und Caipirinha vermissen wir hier im kalten Deutschland jetzt schon sehr!

Nach dem Abschied in Cajazeiras ging es für uns noch für einen Tag nach Recife zu Schwester Aurietta ins Projekt „Turma do Flau“ im Viertel Brasilia Teimosa. Besonders in Recife war der gewaltige Unterschied von Arm und Reich sehr deutlich zu erkennen, häufig standen die einfachsten Wohnhütten im Schatten bewachter und eingezäunter Hochhäuser. Hierbei ist uns besonders bewusst geworden, dass das Leben auf dem Land für die Kleinbauern doch deutlich besser ist und wie wichtig die Arbeit der CPT ist, um beispielsweise auch die Flucht in die Städte zu verhindern. Besonders in den Städten sieht man sehr sehr viel Müll, eine Müllabfuhr oder Mülltrennung wie wir sie kennen gibt es so nicht. Dafür viel Plastik, Plastikbecher, Plastikflaschen, Plastikgeschirr…. Was für uns scheinbar gerade ein sehr aktuelles Thema ist spielt in Brasilien aktuell noch keine große Rolle.

Von Recife ging es für uns dann über Sao Paula zurück ins kalte und graue Deutschland.

Wir hatten eine richtig gute Zeit in Brasilien und sind dankbar für so viele neue Freunde, Erfahrungen und den Einblick in eine andere Kultur. Allen Landjugendlichen können wir nur ans Herz legen die Chance Brasilien zu nutzen!

Ansprechpartner für diesen Beitrag

Rebekka Hinckers

Regionalvertreterin Niederrhein

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