Woran denkt Ihr, wenn Ihr die Namen "Caruso", "Hannibal", "Diego", "Dancer" und "Kasimir" hört? Handelt es sich hierbei vielleicht um eine gut aussehende und schnuckelige Boyband? Gut aussehend und schnuckelig sind die fünf auf jeden Fall. Eine Boyband – wohl kaum. Diese fünf waren die Hauptakteure unseres Hauptgewinnes. Im Rahmen der LAMA-Aktion hat der Bezirksvorstand Lüdinghausen aufgrund der guten Beteiligung passend zum Titel der Vorausaktion "LAMA – LAnd Macht Aktiv!" eine Lama-Wanderung gewonnen.
Wir waren sehr überrascht, als wir abends auf dem Diözesantag aufgerufen wurden und verkündet wurde, dass unser Bezirksvorstand den Hauptpreis gewonnen hat. Da haben wir nicht schlecht gestaunt als es hieß, dass wir eine Verabredung mit Lamas haben.
Somit machten wir (10 Mitglieder aus dem Bezirksvorstand Lüdinghausen) uns am 24.04.2010 auf den Weg nach Gelsenkirchen, um die Lamas kennen zu lernen. Sie sind mitten in Gelsenkirchen - in den "Anden des Ruhrgebietes" - zu Hause. Es war sehr interessant zu erfahren, dass diese Lamas in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden können. Beate Pracht ist die Besitzerin dieser fünf "Pracht-Lamas" und sie erläuterte uns, dass sie eine Menge Angebote an Seminaren und Trainings mit und auch ohne Lamas anbietet. Sie führt beispielsweise Teambildungsmaßnahmen, Seminare und Coachings sowie Erfolgs- und Potentialtrainings für Frauen durch. Zudem bietet sie Seminare im Bereich des Gesundheits- und Entspannungsmanagement an. Die aus Südamerika stammenden Tiere sind sehr sensibel, neugierig und interessiert - allerdings bewahren sie immer eine gewisse Distanz.
Entgegen der Vorurteile haben wir erfahren, dass Lamas, die artgerecht gehalten werden, in keinster Weise Menschen anspucken. Somit kamen unsere Regenjacken und Regenschirme - mit denen wir uns sicherheitshalber bevorratet haben - überhaupt nicht zum Einsatz. Viele Lamas reagieren immer dann gereizt, wenn sie sich bedrängt und bedroht fühlen oder Futterneid entsteht. Somit konnten wir mit anschauen, dass Lamas durchaus nicht zurückschrecken und sich gegenseitig ganz schön einen mitgeben können. Gut, dass wir nicht zufällig im "Spuckfeld" standen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde haben wir die Lamas mit Heu gefüttert, so dass wir langsam miteinander warm werden konnten. Gemeinsam mit "Hannibal", "Dancer" und "Kasimir" haben wir bei herrlichem Sonnenschein eine Wanderung gemacht und konnten dabei ganz hoch hinaus einen sehr schönen Ausblick über Gelsenkirchen genießen. Außerdem haben wir in idyllischer Atmosphäre gemeinsam mit den Lamas gepicknickt. Auf der Wanderung konnten wir auch weitere Erfahrungen über die unterschiedlichsten Verhaltensweisen unserer drei Begleiter sammeln. Ebenfalls war es sehr interessant zu sehen, wie einfach es ist, in einer sehr kurzen Zeit eine ganze Menge Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Geht einfach mitten im Ruhrgebiet mit Lamas spazieren - dann klappt das von ganz alleine.
Verena Lütke Scharmann

